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Lehrstuhl für Indologie

Erstedition und kritische Studie hagiographischer Texte der Shankara-Tradition: Shankara-Hagiographien im Kontext von Klostertraditionen und mündlichen Überlieferungen

Zwei bisher nur in Manuskripten zugängliche Hagiographien, das Brhacchankara-vijaya des Brahmananda Sarasvati und das Acaryadigvijayacampu des Vallisahaya, über den hinduistischen Philosophen und angeblichen Begründer einer monastischen Tradition Sankara sollen kritisch ediert, annotiert und in einer Studie kontextualisiert werden. Beide Werke stehen außerhalb des "mainstream", dem die meisten der bisher untersuchten Shankara-Hagiographien zugeordnet werden können. Die kritische Untersuchung zieht zum einen die bereits edierten Sankara-Hagiographien heran, um die Textgeschichte  und intertextuellen Zusammenhänge zu klären. Zum anderen werden die in der Manimanjari, einer Lebensbeschreibung des Philosophen Madhva, enthaltene "Shankara-Antihagiographie", Lebensbeschreibungen jinistischer "Heiliger" sowie Lebensbeschreibungen von Königen herangezogen um zu einer Systematik der verwendeten Motive zu gelangen.
Da die beiden Shankara-Hagiographien heute mit der Etablierung der Shankara-Tradition im Norden Indiens, insbesondere auch mit der Legitimierung des Klosters Jyotirmath (Garhwal, Uttaranchal) verbunden werden, läßt sich hier exemplarisch die zeitgenössische Konstruktion von lokaler/regionaler Geschichte und historischer Legitimation verfolgen. Dabei wird der enorme Einfluß der regionalen oralen und der damit in Wechselwirkung stehenden puranischen Tradition berücksichtigt.

Feldforschung in Garhwal, Uttaranchal

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